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Ahi Poke mit Koriander und Sesam – roher Fisch-Salat von Hawai’i

Seit unserem ersten gemeinsamen Hawai’i-Urlaub in 2005 sind Manuela und ich Fans von Ahi Poke. Ahi Poke gibt es auf den Inseln nicht nur in Fischläden sondern in allen Supermärkten an einer Frischetheke in verschiedenen Variationen. Ahi Poke ist selbst eine Variation von Poke (ausgesprochen „poh-keh“, Mainlander und Europäer machen „po-käi“ bzw. „po-kay“ daraus), einem Salat aus rohem Fisch oder Oktopus.

Poke

Ahi Poke, Crab Salad,

Poke /poʊˈkeɪ/ (Hawaiian for „to section“ or „to slice or cut“) is a raw fish salad served as an appetizer in Hawaiian cuisine, and sometimes as a main course. Traditional forms are aku (an oily tuna) and he’e (octopus). … Increasingly popular ahi poke is generally made with yellowfin tuna. Adaptations may feature raw salmon or various shellfish as a main ingredient served raw with the common „poke“ seasonings.

(Wikipedia contributors. (2018, March 30). Poke (fish salad). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 05:46, April 1, 2018)

Früher bereiteten Fischer den Salat als Zwischenmahlzeit aus den Fischresten vom Fang. Heutzutage wird Poke als Vorspeise, Zwischenspeise oder auch als Hauptspeise serviert. Neben Ahi und Oktopus gibt es inzwischen auch Poke aus anderen Meeresfrüchten. Traditionell wird Poke mit Sojasauce, grünen Zwiebeln und Sesamöl zubereitet, aber den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Ahi Poke

Wir bevorzugen für unseren Poke den Ahi, den es auch in Deutschland oft in Geschäften und in Supermärkten gibt:

Der Gelbflossen-Thun (Thunnus albacares), auch Ahi genannt, ist eine Thunfischart und ein bedeutender Speisefisch. Er kommt in allen tropischen und gemäßigten Ozeanen und Meeren vor, jedoch nicht im Mittelmeer. International bekannt ist der Fisch vor allem unter dem Namen Ahi, das aus dem Hawaiischen stammt und für eine ganze Speisengattung stellvertretend ist (siehe Ahi Poke).

(Seite „Gelbflossen-Thun“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. September 2017, 15:38 UTC. (Abgerufen: 1. April 2018, 05:58 UTC))

Im Hawaii Magazine gibt es ein traditionelles wie einfaches Rezept für Ahi Poke: Ahi Shoyu Poke (Recipe: Make Hawaii-style ahi poke wherever you are) mit Sojasauce, grünen Zwiebeln und Sesamöl. Der Salat sollte nach der Zubereitung mindestens zwei Stunden gekühlt werden.

Poke überall und mit Allem

Inzwischen gibt es alle möglichen (und unmöglichen) Poke-Rezepte. Hier sind beispielsweise Five anything-but-ahi poke recipes from five Hawaii chefs:

  • Mediterranean Poke
  • “Hamajang” Onaga and Coconut Poke
  • Kajiki Lemongrass-Kaffir Lime Poke
  • Filipino “Jumping Salad” Shrimp Poke
  • Truffle-yaki Mushroom Poke

Nachdem Poke zunächst aufs amerikanische Festland schwappte, hat es sich immer weiter verbreitet (How the Hawaiian poke bowl became the world’s new fast food). Natürlich hat da auch München nachgezogen (Neuer Trend: Diese zehn Bowl-Restaurants müsst Ihr probiert haben).

Viele beklagen die ungestüme wilde Verbreitung. Washington Post Reporterin Maura Judkis berichtet beispielsweise über die Auswüchse, bei denen sogar Mais, Kale(!) oder gar Nudeln verwendet werden.

It’s not just that poke tastes better when you’re in Hawaii. It’s that mainland restaurateurs, bandwagoning on what they see as the biggest trend of the year, have changed it into something altogether different — something that people from Hawaii say doesn’t respect their cultural heritage. It plays into an impassioned debate in the food world now about whether a dish prepared outside its original context is an homage or crosses the line into appropriation.

(Hawaiian poke has never been trendier. But the mainland is ruining it.)

Ahi Poke bei uns

Da wir nun einmal Fans von Ahi Poke sind, achten wir auf Angebote. Oder wir kaufen uns Gelfblossen-Thunfisch einfach so. Wir zählen wohl nicht gerade zu den Puristen, aber mit Nudeln oder Mais würden wir unseren Ahi Poke nie machen.

Vielleicht sind wir doch ein wenig puristisch, weil wir oft kurzentschlossen Ahi Poke machen und uns dabei meist auf wenige Zutaten beschränken.

Gestern beispielsweise hatten wir für den Abend Entenbrustfilet mit Süßkartoffeln geplant. Mittags waren wir auf ein Eis in Nieder-Olm. Auf dem Rückweg zum Auto machten wir einen Abstecher, um uns den neu gebauten und wiedereröffneten REWE anzuschauen. Der hat doch tatsächlich eine Fischtheke, wo … genau: Es gab Thunfisch im Angebot!

Es war nur ein winzig kleiner Augenblick, in dem wir überlegten. Dann kauften wir 220 g Thunfisch. Ob Ahi Poke als Vorspeise zu dem Entenbrustfilet passt, war uns irgendwie egal. Auch waren wir zu faul, uns schon im REWE die Zutaten für den Ahi Poke zu überlegen. Irgendetwas würden wir doch noch zuhause haben, Sojasauce auf jeden Fall.

So wurde es ein sehr puristisches Ahi Poke.

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Ahi Poke mit Koriander und Sesam

Als Vorspeise für zwei Personen:

  • 220 g Thunfisch (bevorzugt Ahi, anderer Thunfisch geht auch)
  • 2 TL Koriandersamen
  • 3 TL Sesamsamen
  • 2 – 3 EL Sojasauce (gegebenenfalls mit etwas Sesamöl strecken, zur Not auch mit Olivenöl)
  • Chili-Flocken
Ahi Poke und Mörser
Ahi Poke und Mörser

Zubereitung:

  • Den Thunfisch in Würfel mit etwa 1,5 – 2 cm Kantenlänge schneiden und in eine Schale geben.
  • 1 TL Sesamsamen zum Thunfisch fügen.
  • Den Koriandersamen mit dem restlichen Sesamsamen in einem Mörser grob mahlen und zum Thunfisch geben.
  • Sojasauce zufügen (wir hatten nur noch einen kleinen Rest, ich musste sie mit etwas Olivenöl strecken). Der Thunfisch soll gut feucht werden, er darf nicht in der Sauce schwimmen!
  • Ein paar wenige Chili-Flocken zufügen.
  • Gut umrühren.

Dann die Schale abgedeckt für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen (falls Ihr es so lange aushaltet). Zwischendurch noch ein oder zwei Mal durchmischen. Rausnehmen und essen.

Ahi Poke
Ahi Poke
About the author

Der Entspannende (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein als Frank Hamm) ist Berater und Autor | Blogger, Jogger, SunriseRunner & Wanderer | Rheinhessen & Hawai'i Abhängiger | Science Fiction Fan, Philosoph & Trekkie. Der Entspannende lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Der Entspannende berichtet über Wandern, Genuss und Kultur. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Im Kolumnen-Blog Der Schreibende veröffentlicht er Subjektives aus Raum und Zeit. In den Sozialen Medien ist Der Entspannende aktiv auf Twitter als @DerEntspannende, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@derentspannen.de.

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