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Einmal rund um Laurenziberg wandern mit der Sony RX100 IV

Gau-Algesheim, Jakobsberg, 14-Nothelfer-Kapelle, Friedenskreuz, Am Hörnchen, Dünbachtal – Eine zweieinhalbstündige Wanderung rund um den Laurenziberg für erste Erfahrungen mit meiner neuen Sony RX100 IV.

Um mich an meine neue Sony RX100 IV heranzutasten, hatte ich mir eine leichte und kurze Rundwandertour in Rheinhessen geplant. Am Morgen hatte ich einen Termin in einem Stadtteil außerhalb von Mainz, so dass ich bei meiner Rückfahrt einen Schlenker über Ingelheim und Gau-Algesheim machte.

Die Fotos

Ich habe vorwiegend mit der Automatik, der Programmautomatik sowie ein paar Mal mit der Blendenautomatik gearbeitet. Ich ließ die Kamera die Fotos im JPG- und im RAW-Format speichern. Aus den 232 JPG-Fotos (d.h. insgesamt 464) wählte ich 101 JPG-Fotos aus. Dazu benutzte ich Xnview. Damit verpasste ich den Fotos auch ihre Titel in den Metadaten. Anschließend ließ ich Xnview die Fotos eine maximale Breite von 2200 Pixeln herunterskalieren und mit 85% Qualität in JPG abspeichern.

Ansonsten ließ ich die Fotos unverändert. Weder änderte ich den Ausschnitt („Crop“), noch änderte ich etwas an Belichtung, Farben oder anderen Parametern. In den nächsten Tagen nehme ich mir die entsprechenden RAW-Dateien vor und übe mit Capture One Pro 10 (for Sony), ebenfalls ohne Ausschnitt. Dafür werde ich aber mit möglichst vielen Parametern und Möglichkeiten spielen, die mir Capture One bietet. Dann kann ich die JPG-Dateien und die bearbeiteten RAW-Dateien direkt vergleichen.

Die ausgewählten und herunterskalierten JPG-Fotos lud ich in Flickr hoch, wobei Flickr die Titel aus den Metadaten übernimmt, so dass ich die Fotos dort nur noch in ein Album packte und mit Schlagworten versah. Auf Flickr könnt Ihr Euch auch die EXIF-Daten ansehen (z.B. Blende, Belichtungszeit, Zoom) 😉

Die Route

Die Tour umrundet den Laurenziberg, einen kleinen, abseits gelegenen Ortsteil von Gau-Algesheim auf dem gleichnamigen Berg (hüstel). Sie führt vom Ortsrand Gau-Algesheims aus auf die Hänge über dem Rhein mit Blick auf das Rheintal, Ingelheim, Bingen, Rochuskapelle und das Niederwalddenkmal (Germania). Vom Jakobsberg aus (mit der 14 Nothelfer-Kapelle, dem Kloster dem Friedenskreuz und dem Hörnchen) hat man einen wunderbaren Blick auf das Rheintal. Am Hang geht es weiter in Richtung Südosten, um dann zum Dünbach-Tal abzubiegen. Im Süden von Gau-Algesheim geht es dann nach Norden durch die Wiesen und Weinberge und über den Eckelsbach zurück zum Ausgangspunkt.

Wer Gau-Algesheim nicht kennt (oder einfach Lust dazu verspürt), der sollte nach der Tour in den malerischen Ortskern von Gau-Algesheim fahren und in einem Café Kuchen oder Eis essen und einen Kaffee trinken. Grundsätzlich ist eine Anreise/Abreise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum/vom Bahnhof Gau-Algesheim problemlos möglich. Von dort aus bis zum Startpunkt der Route ist es jedoch etwa 1 km, so dass sich die Tour auf insgesamt etwa 15 Kilometer verlängert. Dann bietet es sich besonders an, ein Einkehren in Gau-Algesheim am Ende der Tour einzubauen.

Start in Gau-Algesheim

Die Tour startet in einem Wohngebiet im Südwesten von Gau-Algesheim (Wikipedia). Dort parkte ich im Blätterweg. Hier gibt es einige kostenlose Parkplätze am Straßenrand. Eine Stichstraße führt in Richtung Süden und biegt dann als Wirtschaftsweg nach Südwesten ab und führt über die Landstraße 415. So sparte ich mir das Parken mitten in Gau-Algesheim, und nach ein paar Meter war ich schon in den Weinbergen.

In den Weinbergen - von Gau-Algesheim zur 14-Nothelfer-Kapelle (Belichtungszeit: 1/320, Blende: 5,6, Brennweite entsprechend 35 mm-Kleinbild: 25)

In den Weinbergen - von Gau-Algesheim zur 14-Nothelfer-Kapelle (Belichtungszeit: 1/200, Blende: 5,6, Brennweite entsprechend 35 mm-Kleinbild: 40)

Johannisberger Türmchen - Blick auf Ockenheim und nach Bingen

Über Ockenheim: 14 Nothelfer-Kapelle

Durch die Weinberge führt der Weg auf das Hochplateau und zur 14 Nothelfer-Kapelle. Die 14 Nothelfer-Kapelle liegt über der Ortschaft Ockenheim, die im Laufe der Jahrhunderte eine wechselhafte Geschichte mit vielen Schicksalsschlägen hinter sich hat. Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte als ‚Huccunheim‘ der Abtei Prüm (Zeittafel des Weinortes Ockenheim).

Alleine zwischen 1630 und 1689: Die Schweden besetzen den Ort. Die Spanier besetzen den Ort. 1635 Die Franzosen verwüsten den Ort. 1636 hatte das Dorf nur noch 8 Häuser und 36 Einwohner. 1666 dezimiert die Pest die Bevölkerung. 1689 zerstören die Franzosen in Folge des pfälzischen Erbfolgekrieges den Ort. 1798 kommt der Ort zu Frankreich und wird mit Dromersheim eine gemeinsame Mairie (Bürgermeisterei), Kanton Bingen, Departement Mont Tonnere. Immer mal wieder wurden Männer von Ockenheim zu Krieg eingezogen, so zum Krieg gegen Preußen oder gegen Frankreich. 1720 beginnt Pfarrer Blasius Cäsar mit dem Bau der 14 Nothelfer-Kapelle und die Nothelfer-Wallfahrt wird eingeführt.

Heute hat Ockenheim etwa zweieinhalb tausend Einwohner. Auf dem Jakobsberg über Ockenheim ist das Priorat Jakobsberg, ein Kloster der Missionsbenediktiner, mit einem Bildungszentrum und Jugendhaus. Dazu erklärt das Bistum Mainz auf der Seite Wallfahrten Jakobsberg:

Im Jahr 1720 errichtete Pfarrer Blasius Caesar (seit 1716 Pfarrverwalter) auf dem „Ockenheimer Berg“ eine 14-Nothelfer-Kapelle, die Zielpunkt eines Stationenwegs der „Sieben Schmerzen Mariens“ ist. Zu solchen hat er die ursprünglich vorhandenen Bildstöcke der „Sieben Fußfälle Christi“ (barocke Vorform des Kreuzwegs) umgestaltet. Möglicherweise hat er eine bestehende Wallfahrt zur „Schmerzhaften Gottesmutter“ in Ockenheim, die ja die „allermächtigste Nothelferin“ ist, umgewidmet, weil dort die Pfarrkirche neu errichtet wurde. Die barocke Frömmigkeitsform der Nothelferverehrung brachte er wohl aus seiner Heimat mit, dem Eichsfeld in Thüringen. Statt der großen, langen Bußwallfahrten einzelner wurden nun regionale Bittwallfahrten von Pilgergruppen mit Prozessionen und sinnenfroher Gestaltung üblich.

14-Nothelfer-Kapelle

14-Nothelfer-Kapelle

Die Kirchentür war nicht verschlossen, so dass ich kurz in die Kirche hineinhuschte.

Reiher und Teich vor Jugendhaus und Bildungsstätte - 14-Nothelfer-Kapelle

Teich vor Jugendhaus und Bildungsstätte - 14-Nothelfer-Kapelle

Jakobsberg, schon wieder also ein Berg in Rheinhessen? Stimmt, schon wieder. Dieser ist sogar noch höher als der Petersberg, nämlich 273 Meter hoch. Damit kommt er aber noch lange nicht an den sagenhaften Kappelberg, den ich im Oktober 2016 bestiegen habe.

Friedenskreuz und Am Hörnchen

Ein Stück geht es auf dem Hang entlang des Rheintals. Immer mal wieder ergibt sich ein Blick durch oder über die Büsche und Bäume auf das Rheintal, Bingen in der Ferne mit der Rochuskapelle und dem Niederwalddenkmal (Germania) auf der anderen Rheinseite.

Blick auf Bingen, Rochuskapelle und Niederwalddenkmal (Germania)

Bevor der Weg dann nach links abbiegt ging es mit einem kleinen Abstecher (ca. 70 m) zum Friedenskreuz (Gedenktafel am Friedenskreuz):

Zum Dank für die Heimkehr nach langer Kriegsgefangenschaft und zum Gedenken an alle Opfer des Krieges errichteten Ockenheimer Heimkehrer im Jahr 1952 ein Kreuz als Mahnmal für Frieden und Freiheit.

Verband der Heimkehrer Deutschlands Ortsverband Ockenheim

Friedenskreuz: Blick auf Ockenheim und das Rheintal

Friedenskreuz: Blick auf Dromersheim

Etwa 150 Meter weiter am Weg weiter führt nach rechts ein unscheinbarer Weg ein kurzes Stück durch ein Wäldchen. Unvermittelt gibt es hier einen weiteren schönen Ausblick, diesmal in Richtung Westen und über Dromersheim (Wikipedia), dem Geburtsort des Eisweins in 1829, hinweg.

Am Hörnchen: Blick auf Dromersheim

Am Hörnchen: Blick auf Dromersheim

Unterwegs

Unterwegs traf ich immer mal wieder auf einsame Bewohner.

Am Hörnchen (über Dromersheim)

Lost in Forrest: Einsamer Bär

Steaks im Dünbach-Tal

Ooops, ich hab' doch Höhenangst (Froschikus)

Am Dünbach zurück

Auf dem Hang am Wäldchen entlang führt die Route, bis es nach links nach Nordosten zum Dünbach geht. Etwa im Süden von Gau-Algesheim bietet sich die Gelegenheit, sich durch die Weinberge und Wiesen direkt nach Norden zum Ausgangspunkt durchzuschlagen. Bei einigermaßen trockenem Wetter ist das kein Problem. Ansonsten empfiehlt es sich, sich entweder auf befestigten Wirtschaftswegen zu halten, oder aber zur Landstraße 415 zu laufen, und an ihr entlang zurück zum Ausgangspunkt zu gehen.

Im Dünbach-Tal

Im Dünbach-Tal

An den Hängen des Dünbachtals

Die Tour auf Outdooractive

Alle Fotos

Ihr findet alle Fotos im Flickr Fotoalbum „Einmal rund um Laurenziberg“:

About the author

Ich bin Frank Hamm und entspanne und genieße beim Wandern, Joggen, Genießen, Reisen. Ich schreibe als Der Entspannende und Der Schreibende sowie im INJELEA-Fachblog. Beruflich bin ich Unternehmensberater für Kommunikation und Kollaboration. Ich bin noch unterwegs auf Twitter, Facebook, Instagram und Pinterest. Mit „frank@derentspannen.de“ erreicht Ihr mich per E-Mail.
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Frank Hamm

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