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Gedanken und Fragen zum entspannten Fotografieren

Unfertige Gedanken über Fotografieren unterwegs, Reisekameras – und was ich vielleicht haben möchte.

Vor unserem Hawaii-Urlaub 2014 kaufte ich mir eine Panasonic Lumix DMC-FZ200. Für mich war wichtig, bei guten Lichtverhältnissen über eine vernünftige Blendenöffnung zu verfügen, einen optischen Bildstabilisator bei hohem Zoom, möglichst einfache und guten Modi. Dafür und angesichts des Preises von um die 350 Euro war mir die Lumix eine gute Wahl und in den letzten zweieinhalb Jahren eine gute Begleitung.

Von 2014 bis 2016 begleitete mich weiterhin als Smartphone ein HTC One, seit Sommer ist es ein Moto G4 Plus. Insbesondere bei dem Moto G4 Plus bin ich sehr zufrieden mit den Fotomöglichkeiten – für ein Smarthpone. Wenn es dunkel wird, es schlechte Lichtverhältnisse hat, oder ich ranzoomen müsste, dann ist eine Smartphone-Kamera bei allen smarten Foto-Apps einer richtigen Kamera nach wie vor und weiterhin unterlegen. Das geht einfach nicht anders. Denn ein Objektiv mit gewissen Fähigkeiten braucht eine gewisse Größe, auch wenn sich da viel getan hat in den letzten … 40 Jahren.

Vor 40 Jahren hatte ich meine erste Spiegelreflexkamera, eine Voigtländer. Danach hatte ich noch eine … oh, es ist zu lange her. In Fort Bliss kaufte ich mir in El Paso in der PX (Post Exchange) eine Minolta X-700, die mir lange Zeit gute Dienste leistete. Ständig schleppte ich damit aber irgendwelche Wechselobjektive, Filter und anderes Zubehör in einer Fototasche mit herum. Irgendwann verlor ich die Lust am Fotografieren. Kurze Zwischenspiele mit APS-Kameras heilten meine Unlust nicht. Erst die Digitalfotografie mit iPhone und Bridgekameras änderten das. Geil. Das Smartphone ist immer dabei und macht akzeptable Fotos. Die Bridgekameras hatten ein akzeptables Gewicht, akzeptable Leistungen und Funktionen. Meine Bridgekameras nahm ich immer gezielt dann mit, wenn ich größere Reisen oder Ausflüge machte. Natürlich geplant.

Einfach so nahm und nehme ich mir auf Verdacht die Panasonic Lumix auch nicht mit. Auch gestern für den #hrwalksmcffm nahm ich sie nicht mit, obwohl sie in mancher Situation einfach besser gewesen wäre. Denn sie wiegt mit Ersatzakku und Tragetasche fast ein Kilogramm.

Ein Kilogramm – das ist mir inzwischen zu schwer. Vor allem, da ich inzwischen viel wandere und dann mal auf die Schnelle etwas ranzoomen möchte. Dafür trage ich die Lumix derzeit immer in der rechten Hand, weil es einfach zu lange dauert, sie erst noch aus der Fototasche zu holen. Selbst in der Fototasche ist sie mir bei einer Wanderung von 15, 20 oder 25 Kilometern einfach zu schwer.

Ich will mich im Fotografieren auch noch verbessern. Lohnt sich das mit meiner Lumix, oder soll ich was anderes, leichteres holen und dann gleich damit anfangen? Besser mit Belichtungszeit, Blende, Programmen arbeiten?

Da ich inzwischen die Feeds einiger Wander-/Trekking-/Outdoorblogs abonniert habe, merke ich durchaus, wo „die Reise hin geht“. Denn die Kompaktkameras sind inzwischen in Leistungsklassen, die früher den Bridge-, System- oder Spiegelreflexkameras vorbehalten war. Das in Gewichtsklassen bis um die 300 Gramm und in Größen, bei denen die Kompaktkamera in die Taschen von Wanderjacken oder sogar -hosen passen. Wow, denke ich mir. Das wär doch für mich was zum entspannten Fotografieren beim Wandern, Genießen, Reisen und Ausflüglern.

Apropos Wandern, Reisen und Ausflüglern. Ich will nicht nur eine „gute Kamera“ sondern auch noch „Komfortleistungen“ dabei. Derzeit mache ich extra noch Fotos mit dem Smartphone, damit ich per Zeitstempel der Fotos und den GPS-Daten der Smartphone-Fotos meine Position später auch bei den Lumix-Fotos nachvollziehen kann. Außerdem habe ich manchmal ein richtig geiles Foto mit der Lumix gemacht, die jetzt!, sofort! auf Twitter, Facebook oder Instagram posten will.

Dann lese ich mir Artikel wie Hendrik Morkels Sony RX100 IV Field Report durch. Und sehe, dass wirklich gute Kompaktkameras auch um die 1.000 Euro kosten können. Boah. Zu teuer – egal, was die Leistung sagt. Und dann hat die RX100 IV auch noch Schwächen, die ich in einer solchen Preisklasse nicht bereit bin zu tolerieren. Aber was ist eine wirklich gute Kompaktkamera? Das hat für mich eine wirklich gute Kompaktkamera:

  • Wifi
  • GPS
  • Lichtstarkes Objektiv (aber was heißt lichtstark, unter welchen Bedingungen?) mit optischem Bildstabilisator
  • Zoom (ach, wenn ich nur wüsste, derzeit habe ich einen 24-fach optischen Zoom, aber…)
  • Lang haltender Akku (der schnell zu wechseln ist)
  • Speicherkarte bis 64 GB (die schnell zu wechseln ist)
  • Passt in die Jacken- oder sogar Hosentasche
  • Angenehmes Gefühl beim Halten
  • Full HD reicht mir für Video
  • Programm-, Blenden-, Zeitautomatik nutze ich derzeit fast immer, aber ich will auch in die Tiefen der manuellen Einstellungen vordringen (aber bloß nicht zu weit!)
  • Ein gutes HDR-Programm
  • Wetterunempfindlich (flapsig ausgedrückt: spritzwasser-, leichtregenwasser- und sandgeschützt)
  • Preis bis etwa 400 Euro (mehr will ich nicht dafür zahlen)

Ich weiß einfach noch nicht, wie meine genauen Anforderungen aussehen. Ganz einfach, weil ich mich noch zu wenig mit den „neuen“ Kompaktkameras beschäftigt habe. Und ich weiß auch nicht, wann ich mir überhaupt so etwas kaufen und leisten will. Auf keinen Fall wird das dieses Jahr noch sein.

Dann lese ich auch noch „Warum Sie im Urlaub Ihre Spiegelreflexkamera besser zu Hause lassen“ von Birgit-Cathrin Duval aka takkiwrites und bin noch mehr verwirrt, weil ich wieder mal gute Tipps lese. Oder auch nicht. Canon PowerShot S200 für knapp 200 Euro, die günstigere Canon IXUS 170, die etwas ältere Sony RX100. Sie selbst liebäugelt mit der Panasonic LX100, eine Kamera für „ambitionierte Fotografen“. Hm, mit der Bezeichnung könnte ich mich als Ziel anfreunden. Aber 600 Euro? Derzeit bin ich eher ambitionierter Dilettant (lt. Wikipediaein Liebhaber einer Kunst oder Wissenschaft, der sich ohne schulmäßige Ausbildung und nicht berufsmäßig damit beschäftigt„).

Immerhin bin ich kein Fotojournalist und brauche nur eine Kompaktkamera. Nur. Hm.

Also mache ich einfach weiter damit, Berichte, Artikel und Meinungen einzusammeln. Vielleicht sage ich sogar „Hm, dann kann ich auch noch zwei oder drei Jahre warten.“

Und wieder ein Apropos:

  • Habt Ihr Erfahrungen mit einer Reise-Kompaktkamera oder -Reisekamera?
  • Habt Ihr Tipps?
  • Wie wichtig ist ein hoher Zoom?
  • Was haltet Ihr für wichtig?
  • Welche Kompaktkamera habt Ihr? Warum?
  • Reicht sowas wie eine Panasonic Lumix DMC-FT5?

 

About the author

Ich bin Frank Hamm und als Der Entspannende entspanne ich bei Wandern, Genuss und Kultur. Als Der Schreibende halte ich Subjektives aus Raum und Zeit fest. Fachliches über Kommunikation, Kollaboration und Intranets findet Ihr im INJELEA-Fachblog. Beruflich bin ich Unternehmensberater für Kommunikation und Kollaboration. Außerdem bin ich unterwegs auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm. Auf Facebook bin ich frank.hamm. Mit „frank@derentspannende“ erreichst Du mich per E-Mail.
2 Responses
  1. Vielen Dank für den Hinweis auf meinen Blogeintrag auf takkiwrites. Ich bin noch immer unentschieden und auf der Suche. Also die Lumix habe ich mir noch nicht zugelegt. Die Sony RX IV ist eine klasse Kamera, allerdings preislich sehr ambitioniert. Die Suche geht also weiter….

    1. Gerne geschehen. Ich stehe ja noch ganz am Anfang meiner Überlegungen und meiner Suche, aber Dein Artikel hat mir einen guten Überflug verschafft. Viel Erfolg bei der Suche!

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Der Entspannende

Frank Hamm (Hawaiian Shaka!)

Frank Hamm: Blogger, Jogger, Wanderer, Ausflügler, Rumprobierer, Genießer, Rheinhessen- & Hawaii-Verrückter…

To boldly go where no man has relaxed before.

Als Der Entspannende schreibe ich über Wandern, Genuss und Kultur.

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