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Ein Monat vor dem Grenzgänger im Allgäu – Ausrüstung, Übernachtung und Verpflegung

Heute in einem Monat bin ich bereits den dritten Tag auf dem Grenzgängerweg unterwegs. Im Großen und Ganzen habe ich meine Vorbereitungen abgeschlossen. Ich informiere Euch über meine Vorbereitungen zu Ausrüstung, Kondition, Navigation und Tracking, Übernachtung und Verpflegung.

Weitere Informationen über die Etappen inklusive Hütten gibt es auf meiner HikeTheSteig-Website: Grenzgänger – Entspannen auf hohem Niveau.

Dieser Artikel enthält Amazon-Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet, Erläuterung siehe unten)

Der Grenzgänger

Beim Grenzgänger

.. handelt es sich um eine Mehrtagestour inmitten der Allgäuer Alpen. Das Herzstück ist die ständige Überschreitung der österreichischen und deutschen Grenze zwischen Tannheimer Tal, Hintersteiner Tal und dem Lechtal. Die Umrundung des Hochvogels sowie der Besuch des bekannten Schrecksees sind dabei nur zwei der Highlights. Mehrere der höchsten Wasserfälle Deutschlands (Etappe 5 und 6) erwarten den Wanderer genauso wie eine düstere Nordwand (Etappe 2), ein Berg, der sich spaltet (Etappe 5) sowie ausgedehnte Blumenwiesen und herrliche Panoramen.

[…]

Der Grenzgänger ist ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismusverantwortlichen des Tannheimer Tals, des Lechtals und Bad Hindelang sowie des Deutschen Alpenvereins (Sektion Allgäu-Immenstadt).

Europäische Union

Viele Leute, auch hier in Deutschland, fragen immer wieder, wofür die Europäische Union eigentlich gut sei. Ich sehe bei sehr vielen meiner Wanderungen Beispiele dafür, auch bei uns in Rheinhessen. So ist der Altrhein-Erlebnispfad bei Eich ein EU-gefördertes Projekt. Und der Grenzgänger?

Die Idee wurde zusätzlich durch die Europäische Union im Rahmen des Interreg-Programms gefördert.

Einen ganz großen Brocken der 1,5 Millionen Euro für den Grenzgänger übernimmt Interreg Österreich-Bayern.

Navigation und Tracking

Die Etappen habe ich auf Outdooractive vorbereitet und werde sie sowohl auf dem Smartphone haben als auch auf meine Sportuhr laden.

Der Grenzgänger wird inzwischen mit Hinweisschildern versehen, außerdem habe ich den Rother Wanderführer (Grenzgänger-Weg: Tannheimer Tal – Bad Hindelang – Hinterhornbach. 26 Touren*) sowie Wanderkarten vom Grenzgänger bekommen.

Die Etappen werde ich mit der Garmin Sportuhr tracken. Für die „Navigation“ kann ich auf mein Smartphone, die Karten und den Wanderführer zurückgreifen. Doch vermutlich werde ich das kaum benötigen, sondern normalerweise dem Pfad und den Schildern folgen.

Kondition

Das Joggen musste ich aus Zeitgründen etwas herunterfahren. Dennoch fühle ich mich trotz der Höhenmeter, die mich erwarten, fit genug. In den verbleibenden Tagen werde ich sanfte Läufe absolvieren, damit ich nicht einraste. Und ein oder zwei Wanderungen bis dahin mit meinen neuen Schuhen sind auch noch drin.

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Übernachtungen und Verpflegung

Alle Übernachtungen sind reserviert. Die Nacht vor der Wanderung und die Nacht nach der Wanderung übernachte ich im Bergsteiger-Hotel Grüner Hut. Während der Wanderung übernachte ich in Hütten. Nur nach der vierten Etappe übernachte ich in Hinterhornbach im Landgasthof Adler.

Die Reservierung der Hütten funktioniert unterschiedlich. Die Hütten des Deutschen Alpenvereins konnte ich online reservieren. Zwei der Hütten habe ich angerufen und anschließend eine Anzahlung überwiesen.

Bei Wanderungen in Rheinhessen oder Mittelgebirgen komme ich mit zwei Liter Wasser sehr gut aus. Vor einer Wanderung trinke ich morgens jedoch noch etwa einen Liter, und nach der Wanderung trinke ich ebenfalls noch etwas. Aufgrund der Höhe und der Höhenmeter habe ich zusätzlich zu meiner Zwei-Liter-Trinkblase noch zwei kleine Trinkblasen mit jeweils 0,5 Liter. Drei Liter plus Trinken vor und nach der Wanderung sollten meinen Flüssigkeitsbedarf decken.

Auf den Hütten werde ich morgens frühstücken und abends essen. Aufgrund meiner Erfahrung auch auf langen Etappen (bis 30 km) und mehreren Tagen weiß ich, dass ich normalerweise keine Verpflegung während der Wanderungen benötige. Für alle Fälle werde ich jedoch ein paar Riegel mitnehmen (und den Verpackungsmüll in einer Mülltüte ins Tal nehmen).

Sowohl beim Trinken als auch beim Essen bin ich ein guter „Speicher“. Ich esse und trinke morgens viel, was mir bis zum Abend reichen sollte.

Ausrüstung

Als Wanderer war ich bis auf wenige Ausnahmen bereits gut ausgestattet. Für die Hütten habe ich mir einen Hüttenschlafsack zugelegt, eine LED-Lampe habe ich, leichte Hüttenschuhe hole ich mir noch. Für Wanderung und Hütten werde ich mir noch eine leichte Mid-Layer-Jacke holen, sie soll mir auch als normale Wind- und Nieseljacke dienen. Zwei weitere und wesentliche Ausrüstungsgegenstände habe ich mir noch gekauft: Trekking-Schuhe und eine Garmin Sportuhr.

Am Wochenende habe ich meine Packliste in Excel zusammengestellt. Ich habe eine zentrale Packliste, die ich vor einer Wanderung konfiguriere. Für die Gegenstände, die ich mitnehme, setze ich einen entsprechenden Status und vermerke, ob ich sie im Rucksack oder am Körper trage. Über eine Pivot-Tabelle (Pivot-Tabelle auf Wikipedia) bekomme ich dann sofort eine Übersicht, die ich auch jederzeit um Gliederungen oder Filter ergänzen kann.

Pivo-Tabelle: Zusammenfassung der Packliste für den Grenzgängerweg
Pivo-Tabelle: Zusammenfassung der Packliste für den Grenzgängerweg

14,4 Kilogramm liest sich erst einmal als sehr viel. Für eine solche Etappen-Wanderung sollten es doch weniger sein, oder? Der Rucksack beispielsweise sollte nicht mehr als 7 bis 10 Kilogramm haben. Die Packliste ist jedoch noch nicht endgültig.

Mit ein paar Erläuterungen wird auch klar, dass das Gesamtergebnis im Vergleich zu den üblich erwähnten Gewichten für eine solche Wanderung gar nicht so hoch ist.

Rucksack“ schließt alles ein, was im Rucksack ist oder an ihm hängt, sowie das Gewicht des Rucksacks selbst:

  • Verpflegung: Das sind 3 Liter Wasser (2 Liter + 2×0,5 Liter in Trinkblasen), inkl. Trinkblasen. Nach meiner ersten oder zweiten Etappe weiß ich, ob ich das etwas herunterfahren kann. Bei den meisten Packlisten oder Packempfehlungen wird zum Wasser einfach nur erwähnt, dass man natürlich noch Wasser mitnehmen würde, doch das Gewicht wird nicht eingerechnet.
  • Kleidung: Im wesentlichen sind das eine Ersatzhose (lang), eine kurze Wanderhose, Unterwäsche, Regenhose, Regenjacke.
  • Kommunikation & Elektronik: Zwei Powerbanks, Ladegerät, Ladekabel, Tastatur für Smartphone. Alleine die Powerbanks wiegen schon fast ein Kilogramm. Ich weiß, da bin ich wohl übervorsichtig. Aber ich muss einfach damit rechnen, dass ich vier Tage ohne Stromstecker bin. Für die Navigation wird kaum Strom draufgehen. Aber ich mache textliche Notizen mit meinem Smartphone (deswegen auch fürs schnelle Schreiben eine Bluetooth-Tastatur mit ca. 180 g), und ich mache ein paar Sprachaufnahmen.
  • Rucksack & Tragen: Der Deuter-Rucksack (24 Liter) selbst wiegt 1.100 g. Dazu kommen DrySacks und Zip-Beutel. Ob ich diesen Rucksack mitnehme, zeigt sich beim ersten Probepacken. Wahrscheinlich werde ich einen etwas größeren Osprey mitnehmen.
  • Fotoausrüstung: Im Rucksack habe ich Ersatzakkus und Ladegeräte für meine Sony RX100 IV sowie ein Stativ (777 g). Wenn ich nach vier Tagen in Hinterhornbach ankomme, muss ich die Ersatzakkus aufladen. Damit ich nachts nicht aufstehen muss, habe ich Geräte zum parallelen Laden von drei Akkus dabei. Momentan will ich ein Stativ fürs Fotografieren mitnehmen. Es ist ein Reisestativ (Höhe ca. 50 cm), das mir lange Belichtungszeiten, einen sicheren Stand und eine etwas erhöhte Position bieten soll. Ich bin selbst etwas hin und her gerissen, ob ich das Stativ wirlich mitnehmen soll. Aber ich will wirklich gute Fotos als Erinnerung und für Euch machen.

Körper“ beinhaltet alles andere. Das sind Schuhe, Kleidung, Gegenstände in der Kleidung oder andere angehängte Gegenstände wie die Kameratasche mit der Sony RX100 IV :

  • Kleidung: Der größte Posten sind die Trekking-Schuhe. 1.380 g für meine Lowa Baldo GTX. Ich habe sie mit einem Presserabatt bei Lowa erworben. Sie sind schon weitgehend eingelaufen, und ich fühle mich wirklich gut darin.
  • Kommunikation & Elektronik: Als Smartphone nehme ich mein bewährtes Moto G6 Plus mit, das per Powerbank in etwa zwei Stunden von 10 auf 100 Prozent geladen ist. Außerdem habe ich einen Neuzugang: Ich habe eine Garmin Fenix 5 Plus Saphir mit einem Presserabatt bei Garmin erworben. Normalerweise hätte ich meine Fenix 3 HR noch ein oder zwei Jahre eingesetzt, doch der Kauf der Fenix 5 Plus mit Presserabatt in Verbindung mit dem Verkauf der zwei Jahre alten Fenix 3 HR bei Ebay war das eine gute Möglichkeit.
  • Fotoausrüstung: Meine seit bald drei Jahren bewährte Sony RX100 IV* mit einem Ersatzakku in einer Lowepro Apex 30 AW Kameratasche*. Die Sony RX100 wiegt gerade einmal 290 g. Der Gurt der Kameratasche liegt unter den Rucksackgurten, dadurch baumelt die Tasche auch nicht herum.
Lowa Baldo GTX Men (1.380 g)
Lowa Baldo GTX Men (1.380 g)

Das Gesamtgewicht macht mir noch etwas Kopfzerbrechen. Die größten Brocken sind das Wasser, die Elektronik und das Fotostativ.

  • Das Wassergewicht wird sich vielleicht bei der Wanderung nach unten regeln, die Trinkblasen selbst wiegen nicht viel.
  • Bei der Elektronik sind die Powerbanks und die Ladegeräte die Schwergewichte, doch ich will auf eine „Strom-Sicherheit“ nicht verzichten.
  • Derzeit will ich das Fotostativ noch mitnehmen, das wird sich vielleicht beim Probepacken in den nächsten Tagen erledigen. Schließlich ist das Stativ nicht nur relativ schwer, es nimmt auch viel Platz weg – und außerdem muss ich auch gut drankommen können.

Insgesamt bin ich mit meiner Ausrüstung sehr zufrieden.

Kooperation mit dem Grenzgänger-Weg

Meine Wanderung erfolgt in Kooperation mit dem Grenzgänger-Weg. Ich habe Kartenmaterial und den Wanderführer bekommen, die Übernachtungen werden vom Grenzgängerweg übernommen. Das beeinflusst mich jedoch nicht in meiner Berichterstattung, ich behalte meine volle redaktionelle Freiheit.

*Amazon-Affiliate-Link: Wenn Du einen Affiliate Link auf meiner Website benutzt und anschließend auf Amazon einen Kauf tätigst, erhalte ich eine kleine Provision. Denselben Preis bezahlst Du auch, wenn Du das Produkt selbst suchen und kaufen würdest. Wenn Dir mein Artikel bei der Auswahl hilft oder Dir eine Anregung gibt, dann freue ich mich über eine kleine Provision.

About the author

Der Entspannende (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein als Frank Hamm) ist Berater und Autor | Blogger, Jogger, SunriseRunner & Wanderer | Rheinhessen & Hawai'i Abhängiger | Science Fiction Fan, Philosoph & Trekkie. Der Entspannende lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Der Entspannende berichtet über Wandern, Genuss und Kultur. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Im Kolumnen-Blog Der Schreibende veröffentlicht er Subjektives aus Raum und Zeit. In den Sozialen Medien ist Der Entspannende aktiv auf Twitter als @DerEntspannende, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@derentspannen.de.

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