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BarCamp-Regeln – The Rules of BarCamp

Welche Regeln gelten bei BarCamps? Viele Neulinge sind zuvor verunsichert, schließlich ist das ein Unkonferenz-Format. Am nächsten Wochenende ist das BarCamp RheinMain in Wiesbaden, und wieder dürfte es für einige das erste BarCamp werden. Ich erinnere mich noch an mein „erstes Mal“, und wie ich zunächst mit „BarCamp“ nicht so richtig etwas anfangen konnte.

Da ist die Rede von Teilgebern und vom Mitmachen. Also was erwartet einen Neuen, was muss er machen? Tobias Roth hat am Wochenende auch sein erstes Mal:

Eine kurze und richtige Antwort hat Stephan List geliefert:

Geht also. Ich orientiere mich an den BarCamps-Regeln, die seit ein paar Jahren in diesem Internet als die Rules of BarCamp stehen:

  • 1st Rule: You do talk about BarCamp.
  • 2nd Rule: You do blog about BarCamp.
  • 3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.
  • 4th Rule: Only three word intros.
  • 5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.
  • 6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.
  • 7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.
  • 8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

Mein erstes BarCamp war 2007 in Frankfurt. Seitdem gehe ich jedes Jahr auf etwa zwei bis vier BarCamps, mit dem iKoKo (Unkonferenz für interne Kommunikation und Kollaboration) im September habe ich mein zweites BarCamp organisiert. Eine gewisse Erfahrung mit BarCamps habe ich also.

Zufällig habe ich vergangene Woche einen Impulsvortrag zu iKoKo und dem BarCamp-Format gehalten. Direkt danach gingen wir in die Diskussion. Die Informationen aus dem Impulsvortrag habe ich in ein paar Folien gesammelt:

Auch in den Notizen gehe ich auf die BarCamp-Regeln ein. Die Regeln sind aber in der Praxis eher als Leitfaden zu sehen. Daher ein paar Anmerkungen zu den BarCamp-Regeln:

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  • Das Reden über das BarCamp kommt von ganz alleine.
  • Inzwischen bloggen nur noch die wenigsten Teilgeber. Der Anteil der Twitterer ist im Allgemeinen jedoch recht hoch.
  • Wer präsentieren möchte, der stellt die „Session“ vor und schreibt die Infos auf einen Zettel. Die Organisatoren und/oder Helfer pinnen den Zettel dann in ein geeigneten Session-Slot (je nach Interesse, Raumgröße, evtl. benötigte Hardware). Eine Session kann auch eine Frage- oder Diskussionsrunde, ein Workshop oder eine Hilfesession („Habt Ihr das schon mal gehabt? Wie habt Ihr das gelöst?“) sein.
  • Zur Vorstellung reichen Name, Unternehmen, drei Schlagworte („Frank Hamm, selbstständiger Berater, Collaboration, Wandern, Hawai’i“). Inzwischen gibt es aber auch andere Vorstellungsrunden. Beispielsweise finden sich zwei Nebeneinanderstehende und stellen sich gegenseitig etwas ausführlicher vor.
  • Es gibt tatsächlich so viele Präsentationen, wie es Räume dafür gibt. Als Bezeichnung hat sich „Session“ durchgesetzt, da es auch eine Diskussion oder ein Workshop sein kann. Wenn es höheren Bedarf als Räume gibt, dann sammelt sich eine Runde eben in der Kantine oder im Pausenhof oder auf dem Rasen oder wo auch immer.
  • Ab und zu starten BarCamps mit einer Keynote-Session. Das sehe ich zwiespältig, sollten doch alle Sessions locker und gleichrangig sein. Aber für ein BarCamp kann das eine Möglichkeit sein, Teilnehmer neugierig zu machen – oder auch um einen Sponsor zu gewinnen.
  • Sessions gehen so lange, wie sie brauchen. Also auch nur die Hälfte des Session-Slots oder auch in die Pause hinein. Wenn dann allerdings die nächste Session im Raum startet, geht es vielleicht einfach ins Foyer zum Weiterdiskutieren.
  • Nein, nicht jeder muss an seinem ersten BarCamp wirklich eine Session halten. Ich erlebe aber immer wieder, dass Leute das gar nicht vorhaben, und dann plötzlich eine Idee für eine Session haben.

BarCamp Munich 2008, Sessionplanung für 11.10.2008

Das sind in etwa meine BarCamp-Rules-of-Engagement:

  • Komme einfach dazu.
  • Sei neugierig.
  • Entspanne Dich.
  • Habe Spaß.
  • Der Rest (beispielsweise Fragen, Diskutieren oder sogar eine eigene Session) kommt, falls und wann Du Dich danach fühlst.
  • Und wenn nicht, dann ist das auch okay.

Eine schöne Sache ist es, beim BarCamp mal mit anzufassen. Also vielleicht bei der Registrierung zu helfen oder am Schluss ein paar Minuten fürs Helfen beim Aufräumen zu investieren.

P.S. Das Titelfoto entstand bei der Sessionplanung fürs BarCamp Frankfurt 2007 bei Cisco.

P.P.S. Die zweite BarCamp-Regel habe ich mit diesem Blogartikel erfüllt.

P.P.P.S. Dieses BarCamp wird für @DerEntspannende eine Premiere. Bisher war ich immer als @fwhamm auf BarCamps.

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Der Entspannende (* 1961 in Ingelheim am Rhein als Frank Hamm) ist Autor und Wanderführer | Blogger, Jogger, SunriseRunner & Wanderer | Rheinhessen & Hawai'i Fan | Science Fiction Fan, Philosoph & Trekkie. Der Entspannende lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Der Entspannende berichtet über Wandern, Genuss und Kultur. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Im Kolumnen-Blog Der Schreibende veröffentlicht er Subjektives aus Raum und Zeit. In den Sozialen Medien ist Der Entspannende auf Twitter als @DerEntspannende, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@derentspannen.de.

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