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Leininger Burgenweg in der Pfalz

Der Leininger Burgenweg ist ein abwechslungsreicher Wanderweg, für den es nach meinem Empfinden jedoch nicht zum „Premium“ reicht. Spaß, ihn zu wandern, hat es mir dennoch bereitet.

An Fronleichnam wanderte ich kurzentschlossen den Leininger Burgenweg in der Pfalz. Für kurzfristige Wanderungen habe ich auf Outdooractive eine Liste mit Wanderungen, die ich noch machen möchte. Ich wollte nicht allzu weit am Donnerstag fahren. Zum Startpunkt des Leininger Burgenwegs sind es von Selzen aus nur etwa 50 Minuten, mit etwa 22 Kilometern und ein paar Höhenmeter ist der Burgenweg gut für eine Tagestour, und so fiel meine Wahl auf ihn.

Neben den Tourbeschreibungen beim Deutschen Wanderinstitut und bei Outdooractive habe ich mir noch zwei Blogartikel zur Tour durchgelesen:

Somit wusste ich in etwa, was mich erwartet. Zur Navigation benutzte ich die Outdooractive-App und die dortige Tour von der Pfalz Touristik, um die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn zu wandern. Der tatsächliche Tourverlauf weicht in zwei oder drei Stellen von der Tourenkarte auf Outdooractive ab. Das sind aber keine großen Abweichungen. Wichtig ist nur, der tatsächlichen Wegauszeichnung (gelb gefüllter Kreis mit schwarzer Burgsilhouette) zu folgen. Ein Mal wäre ich fast auf ein Privatgrundstück gelaufen, weil ich die Wegauszeichnung übersehen hatte, und die GPS-Tour mich hindurchführen wollte (kurz vor Kilometer 5).

Die Wettervorhersage behielt Recht: Es war bis zum Ende der Wanderung total sonnig, die Temperatur lag deutlich über 30 Grad. Ich war froh, dass ich meine Trinkblase (Deuter Streamer) im Rucksack hatte. Somit konnte ich immer wieder zwischendrin in aller Ruhe am Schlauch für ein paar Schlucke Wasser nuckeln.

Meine Wanderung habe ich mit Smartphone und meiner Uhr getrackt:

Ich bin zwar der Route generell gefolgt, doch an der einen oder anderen Stelle wich ich davon ab (um mir beispielsweise etwas anzusehen. Und manchmal hatte ich die Tracker angehalten.

Anmerkungen und Eindrücke

  • Anscheinend war jemand wenige Tage vor mir einen Teil des Weges gelaufen und hatte Äste weggeschnitten.
  • Am Anfang der Tour störte mich das Rauschen von der Autobahn ein bisschen.
  • Es gibt ein paar Highlights (wie die „Burgen“ oder die Kupferbergfelsen), doch manche Strecken (beispielsweise am Anfang, die Schotterstrecke vor Burg Battenberg oder durch Battenberg) sind ein bisschen eintönig.
  • Die Wegauszeichnung ist sehr ausführlich.
  • Auf meiner gesamten Wanderung begegneten mir auf der Route etwa 8 Biker und etwa 25 Wanderer, wobei das nicht immer Wanderer/Biker für die gesamte Route gewesen sein müssen.
  • Einige „Wanderer“ sahen mir eher nach Spaziergänger aus, auch wenn sie weitab von Parkplätzen oder Ortschaften unterwegs schienen. Und einige davon waren offensichtlich angesichts des sehr sonnigen und warmen Wetters vollkommen unvorbereitet. So gab es einige sehr weißhäutige Frauen, die Shorts, Tops mit Spaghettiträgern und Sneaker anhatten.
  • Mit der Jugendherberge Altleiningen gibt es die erste Einkehrmöglichkeit auf der Tour.
  • Die Gutsschänke Burg Battenberg ist sehr idyllisch. Ich habe dort eine Pause eingelegt und mir eine Traubensaftschorle und ein Erdbeerparfait gegönnt. In der Ortschaft Battenberg könnte es mit einem Abstecher weitere Einkehrmöglichkeiten geben, das habe ich jedoch nicht überprüft.
  • In Neuleiningen gibt es einige Einkehrmöglichkeiten (beispielsweise das Landgasthaus „Zum Engel“ und
  • Mit deutlich über 20 Kilometern, einigen Höhenmetern, ein paar anspruchsvollen Stellen und einigen Einkehrmöglichkeiten ist das eine Tour, für die Du inklusive Pausen auf jeden Fall sieben Stunden und damit eine komplette Tagestour einkalkulieren solltest (je nach Deiner Kondition…).

Einige der Punkte sind auch bei den Kommentaren zur Tour auf Outdooractive vorhanden. Insgesamt ist die Tour gut abwechslungsreich, aber als „Premiumweg“ sehe ich den Weg nicht (auch wenn er objektiv die Kriterien des Deutschen Wanderinstituts erfüllt).

„Burgenweg“?

Ausblick von Burg Battenberg auf Battenberg und Rheinebene
Auf ein paar Worte zur Bezeichnung „Burgenweg“:

  • Die erste „Burg“ ist die Jugendherberge Altleiningen, die sehr idyllisch in den Resten der Burg angelegt ist. Aber für die Öffentlichkeit ist es bestenfalls eine Burgruine, an der erstens die Route vorbeiführt und die zweitens von der Route aus gar nicht zu sehen ist.
  • Die zweite „Burg“ ist die Burgruine Battenberg, an der die Route ebenfalls vorbeiführt, und die von der Route aus nicht zu sehen ist. Ein kleines Schild weist immerhin auf den Zuweg zur Burgruine (eine etwas längere Mauer mit einem kleinen Türmchen) hin. Immerhin: Von der Terrasse auf der Mauer gibt es einen super Ausblick auf die Rheinebene.
  • Die dritte Burg, die „Burg Neuleiningen“, ist zwar auch nur eine Burgruine, aber immerhin eine etwas größere Burgruine.

Warum diese Tour also als „Burgenweg“ bezeichnet wurde, ist mir nicht klar.

Die Tour auf Outdooractive

Die Fotos zur Tour

Die Fotos sind im Flickr-Fotoalbum „Leininger Burgenweg“.

About the author

Ich bin Frank Hamm und entspanne und genieße beim Wandern, Joggen, Genießen, Reisen. Ich schreibe als Der Entspannende und Der Schreibende sowie im INJELEA-Fachblog. Beruflich bin ich Unternehmensberater für Kommunikation und Kollaboration. Ich bin noch unterwegs auf Twitter, Facebook, Instagram und Pinterest. Mit „frank@derentspannen.de“ erreicht Ihr mich per E-Mail.

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