Der Entspannende - Entspannen bei Wandern, Genuss und Kultur in Rheinhessen und der Welt.

Großer Mainzer Sand und Lennebergwald

Großer Mainzer Sand
Großer Mainzer Sand

Ich kann mich nicht entscheiden: Heißt es jetzt „Großer Sand“ oder „Mainzer Sand“? Und wo fängt der Lennebergwald an?

In der deutschen Wikipedia heißt es „Großer Sand„:

Der Große Sand ist ein kleines, aber geoökologisch und botanisch überregional bedeutsames Naturschutzgebiet in Mainz. In dem Naturschutzgebiet Großer Sand finden sich viele seltene Pflanzen und Tiere. Manche hier heimische Pflanzen wie beispielsweise der Sand-Lotwurz (Onosma arenaria) kommen innerhalb Deutschlands nur noch hier in wenigen Exemplaren vor.

Der Große Sand liegt zwischen den Mainzer Stadtteilen Gonsenheim und Mombach und erstreckt sich bis an die in Mombach beginnenden Rheinauen. Direkt angrenzend liegt der circa 700 ha große Lennebergwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet in Rheinhessen. Der Lennebergwald steht ebenfalls unter Naturschutz und weist teilweise die gleiche Flora und Fauna auf.

(Seite „Großer Sand“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. April 2016, 19:22 UTC. (Abgerufen: 7. Juli 2016, 18:08 UTC))

Wikipedia ist aber keine „amtliche Stelle“, deswegen könnte die Website der Stadt Mainz die bessere „amtliche Stelle“ für den „Mainzer Sand“ sein:

Zirpende Grillen, hohe Gräser und Steppenpflanzen, zwitschernde Vögel und kleine sich schlängelnde Sandwege. Eine ungewöhnliche Wärme und Trockenheit erzeugen eine fast schon mediterrane Szenerie am Mainzer Sand zwischen Mombach und Gonsenheim. Das Naturschutzgebiet Mainzer Sand lädt mit einem Informationspfad sowie Informationstafeln zum Spazierengehen, Joggen und Wandern ein. Lassen Sie sich von einer Landschaft verzaubern, die von mediterranen und kontinentalen Pflanzenarten und seltenen Tierarten besiedelt ist.

Dann gibt es noch die Website „Mainzer Sand“ der Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Naturschutzverbände:

Der Mainzer Sand ist ein besonderes ökologisches Juwel: Er hat eine in Europa einzigartige Pflanzenwelt, Relikt der nacheiszeitlichen Steppenlandschaften. In ganz Mitteleuropa ist es das einzige Gebiet, in dem sie sich in dieser Form und Artzusammensetzung erhalten hat.

Wie auch immer. Der Mainzer Sand ist seit einigen Jahren als „Zielscheibe“ des Ausbaus der A643 zwischen Mainzer Dreieck und der Schiersteiner Brücke (ja, genau die vom „Brückengau„) hart umkämpft. Fest steht jedenfalls, dass der Mainzer Sand einzigartig ist.

Der Mainzer Sand ist wie auch der direkt angrenzende Lennebergwald (siehe auch auf Wikipedia) ein Erholungsgebiet für Mainz. Ich selbst nutzte den Mainzer Sand und den Lennebergwald intensiv fürs Joggen und fürs Entspannen. Denn in den Achtzigern und den Neunzigern wohnte ich jeweils für etwa zwei bis drei Jahre in Mainz-Gonsenheim. Da konnte ich von zuhause aus in den Lennebergwald oder in den Großen Sand joggen.

Heute nutzte ich die Gelegenheit einer Pause für einen kleinen Spaziergang. So genau ist mir die Grenze zwischen Großem Sand und Lennebergwald gar nicht bewusst. Jedenfalls war ich wohl in beiden Gebieten. Beide Gebiete sind auch geprägt von den amerikanischen Streitkräften, die in Mainz-Gonsenheim jahrzehntelang in den in den Lee Barracks stationiert waren.

Mechanisierte Infanteriekräfte übten in Teilen des großen Sands und des Lennebergwaldes bis die Kaserne Anfang der Neunziger geschlossen wurde. In den Achtzigern geschah es regelmäßig, dass ich beim Joggen über getarnte GIs und ihre Fahrzeuge stolperte (wie übrigens auch im Ober-Olmer Wald). Die Fahrzeuge und GIs hinterließen manchmal tiefe Spuren in der Landschaft, die auch heute noch zu erkennen sind.

Großer Sand

So stehen am Großen Sand (ach … äh … Mainzer Sand) noch Hinweisschilder, mit denen auf Englisch die GIs über die „Mainz Sanddunes“ informiert wurden.

The Mainz Sanddunes
are one of the most valuable Nature Preserves in Europe
Pre-glacial plant vestiges, dating back over 20,000 years can be found in this Natural Preserve
Trespassing prohibited except on prescribed pathways
Plants should not be demolished
Keep the Nature Preserve clean
No foxhole digging

(für „foxhole digging“ siehe „Defensive fighting position“ auf Wikipedia, darin nach foxhole suchen, oder dieses Youtube-Video)

Heute jedoch stolperten eher zahlreiche Jogger, Spaziergänger und deren Hunde über mich, der ich ein Stündchen mit einem Spaziergang im Mainzer Sand und im Lennebergwald verbrachte.

Fotoalbum Mainzer Sand und Lennebergwald

Flickr Fotoalbum „Mainzer Sand und Lennebergwald“ (Diashow, Auf Karte zeigen)

About the author

Ich bin Frank Hamm und entspanne und genieße beim Wandern, Joggen, Genießen, Reisen. Ich schreibe als Der Entspannende und Der Schreibende sowie im INJELEA-Fachblog. Beruflich bin ich Unternehmensberater für Kommunikation und Kollaboration. Ich bin noch unterwegs auf Twitter, Facebook, Instagram und Pinterest. Mit „frank@derentspannen.de“ erreicht Ihr mich per E-Mail.
1 Response

Leave a Reply